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Project ROOTS: Regenerative Organic Opportunities for Transformation and Sustainability

Dieses Projekt in Peru stärkt den biologischen Kaffeeanbau durch agroforstliche Barrieren, Boden- und Blattanalysen zur Erkennung von Pestizidabdrift sowie gemeinschaftsbasierte Schulungen. Ziel ist es, die biologische Integrität zu schützen, die Resilienz zu erhöhen und langfristige Lebensgrundlagen zu sichern.

Was ist das Hauptziel des Projekts?

Die Partnerschaft zwischen Nespresso und dem globalen Anbieter von Zutaten für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie ofi (Olam Food Ingredients) unterstützt Kleinbauernfamilien im Kaffeeanbau in Jaén, Cajamarca, dabei, ihre Bio-Zertifizierung zu erhalten und ihren Zugang zu hochwertigen internationalen Märkten zu sichern. Durch praxisnahe Lösungen wie agroforstliche Barrieren, wissenschaftliche Tests und praxisorientierte Schulungen stärkt das Projekt die Produzentinnen und Produzenten dabei, ihre Lebensgrundlagen zu sichern und die langfristige Nachhaltigkeit der Nespresso-Lieferkette im Einklang mit dem AAA 2030-Rahmen von Nespresso zu gewährleisten.

Ort
Peru
Dauer
2025-2028
Anzahl Begünstigte
350 Bauernfamilien
Durchgeführt von
ofi (Olam Food Ingredients)
Projektpartner
Nestlé Nespresso S.A.
Weitere Partner
Lokale Behörden, Gemeindeverwaltungen
Budget
Total: CHF 1,107,337 (Beitrag SECO: CHF 239,974)

Wie wird das Projekt zu einer nachhaltigen Kaffeeproduktion beitragen?

Das Projekt trägt zu einer nachhaltigen Kaffeeproduktion bei, indem es Schulungen und technische Unterstützung kombiniert, die sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile schaffen. Es schützt den biologischen Status der Betriebe, indem es die Abdrift von Chemikalien durch agroforstliche Barrieren reduziert, welche die Felder vor dem Einsatz von Pestiziden auf benachbarten Flächen abschirmen, Risiken durch wissenschaftliche Boden- und Blattanalysen überprüft und regenerative Praktiken wie Kompostierung und das Pflanzen von Nicht-Kaffeebäumen fördert, um die Bodengesundheit, die Biodiversität und die Klimaresilienz zu verbessern.

Gleichzeitig stärkt es die Einkommen der Produzentinnen und Produzenten, indem es den Zugang zu Premiummärkten durch die fortlaufende Bio-Zertifizierung sichert, Erträge und Qualität durch Schulungen zu guten landwirtschaftlichen Praktiken verbessert, Inklusion durch gezielte Ansprache von Kaffeebäuerinnen fördert und durch ein skalierbares, kosteneffizientes Train-the-Trainer-Modell eine langfristige Wirkung sicherstellt, das bewährte Praktiken über die Projektlaufzeit hinaus in der gesamten Gemeinschaft verbreitet.

Wie können die in der Kaffee-Wertschöpfungskette umgesetzten nachhaltigen Massnahmen skaliert werden?

Das Projekt fördert eine skalierbare, gemeinschaftsgetragene Einführung resilienter Landwirtschaft sowie geschlechtergerechter sozialer Praktiken, ohne auf laufende externe Finanzierung oder neue Infrastruktur angewiesen zu sein. Dies wird durch die Methodik des Gender Action Learning System (GALS) erreicht, die darauf ausgelegt ist, Produzentinnen und Produzenten – insbesondere Frauen – zu stärken, indem ihre Fähigkeit gefördert wird, fundierte Entscheidungen zu treffen und gemeinschaftsbasierte Aktivitäten zu leiten. Durch GALS erwerben die Teilnehmenden das Wissen und das Selbstvertrauen, bewährte Praktiken eigenständig zu vervielfältigen und so eine inklusive und nachhaltige landwirtschaftliche Entwicklung zu fördern.

Verankert in der starken peruanischen Kultur des Lernens von Gleich zu Gleich werden landwirtschaftliche Führungspersonen identifiziert und auf Demonstrationsparzellen im Rahmen eines Train-the-Trainer-Modells geschult. Diese Führungspersonen moderieren Gruppenlernprozesse und Felddemonstrationen und beschleunigen so die Verbreitung der Praktiken innerhalb der Gemeinschaft.

Die jährliche Nestlé Nespresso AAA Clusterveranstaltung für Produzentinnen und Produzenten in Peru wird Erkenntnisse und Innovationen zu Pufferzonen, zur Minderung von Pestizidrisiken und zu Gender-Programmen hervorheben. Der abschliessende Field Day wird den Wissensaustausch auf ein breiteres Publikum ausdehnen, darunter Vertreterinnen und Vertreter von Behörden, der Schweizer Botschaft, NGOs und Partner aus der Branche.


Involvierte Organisationen