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Kaffee-Wertschöpfungskette für den Klimaschutz

Bodenverschlechterung und unbewirtschaftete Abfälle bedrohen die Gemeinden am Atitlán-See in Guatemala. Das Projekt wandelt organische Abfallströme in Biokohle als Bodenverbesserungsmittel für den regenerativen Kaffeeanbau um, stärkt die Bodengesundheit und unterstützt die Landwirte beim Aufbau widerstandsfähigerer Produktionssysteme durch eine zirkuläre Wertschöpfungskette für Kaffee.

Was ist das Hauptziel des Projekts?

Ziel des Projekts ist die Wiederherstellung der Bodengesundheit und die Zusammenführung von Nährstoffkreisläufen in den Kaffeelandschaften des Atitlán-Sees in Guatemala durch die Umwandlung von landwirtschaftlichen und städtischen Abfällen in Düngemittel auf Biokohlebasis. Es stärkt regenerative Produktionssysteme, verringert die Verschmutzung durch unkontrollierte Abfälle und unterstützt Landwirte und Gemeinden beim Aufbau einer widerstandsfähigeren und langfristig tragfähigen Existenzgrundlage.

Ort
Guatemala
Dauer
2026-2029
Anzahl Begünstigte
200 Bauernfamilien
Durchgeführt von
ViFOUNDATION
Projektpartner
ViCAFE, Association for Innovation
Weitere Partner
Mosan S.A. Guatemala, Guatemalan Ministry for Agriculture (MAGA)
Budget
Total: CHF 625,000 (contribution SECO: 250,000)

Wie wird das Projekt zu einer nachhaltigen Kaffeeproduktion beitragen?

Das Projekt trägt zu einer nachhaltigen Kaffeeproduktion bei, indem es unbehandelte Abfälle in Bodenverbesserungsmittel auf Biokohlebasis umwandelt, Kontaminationen verhindert und Treibhausgasemissionen reduziert. Es verbessert die Bodengesundheit durch stabile organische Inputs, erhöht die Nährstoffbindung und verringert die Abhängigkeit von synthetischen Inputs.

Gleichzeitig werden die Landwirte bei der Anwendung regenerativer Praktiken unterstützt, was ihre Widerstandsfähigkeit stärkt und eine stabilere Existenzgrundlage ermöglicht. Durch die Zusammenführung öffentlicher und privater Akteure baut das Projekt lokale Kreislaufsysteme auf und verbindet sie mit der breiteren Wertschöpfungskette für Kaffee.

Wie werden die in der Kaffee-Wertschöpfungskette umgesetzten nachhaltigen Massnahmen ausgeweitet?

Das Projekt lässt sich durch ein Modell des Aufbaus lokaler Kapazitäten und der kontextspezifischen Anpassung skalieren. Es integriert die Abfallsammlung, die dezentrale Biokohleproduktion und die Unterstützung der Landwirte in ein System, das unabhängig von Fördermitteln funktioniert.

Die Skalierung wird durch Dokumentation, Wissensaustausch innerhalb der Schweizer Plattform für nachhaltigen Kaffee und des ViCAFE-Netzwerks sowie durch den Austausch zwischen Bauern und Partnern unterstützt, wodurch Wege zur Übernahme in anderen Kaffeeanbaugebieten eröffnet werden.


Involvierte Organisationen