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Gemeinsame Herausforderungen, gemeinsame Lösungen

Erstmals haben die beiden Schweizer Plattformen für Kakao und Kaffee ihre Jahresversammlung zusammen durchgeführt. Die Veranstaltung zog Bilanz über die Fortschritte der Plattformen und ihrer Mitglieder. Im Zentrum stand die Frage, wie gemeinsame Herausforderungen – wie der Klimawandel oder Menschenrechtsrisiken – koordiniert angegangen werden können.

Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Forschung und öffentlicher Hand trafen sich heute in Vevey zur Jahresversammlung der Schweizer Kakao- und Kaffeeplattformen. Gastgeber der Veranstaltung war Nestlé, Gründungsmitglied der beiden Plattformen.

Die Diskussion zur Umsetzung der Roadmaps 2030 beider Plattformen zeigte auf: Eine sektorübergreifende Zusammenarbeit kann gemeinsame Lösungen für die dringendsten Probleme der Kaffee- und Kakaosektoren hervorbringen.

Die anschliessende Podiumsdiskussion fokussierte sich darauf, wie eine nachhaltige Zukunft für Gemeinschaften, die Kakao und Kaffee anbauen, erreicht werden kann. In den thematischen Breakout-Sessions diskutierten die Teilnehmenden zudem konkrete Ansätze zur Verbesserung von Einkommen und Löhnen von Produzentinnen und Produzenten, naturbasierte Lösungen für den Kaffee- und Kakaoanbau sowie gemeinsame Ansätze zur Bewältigung von Menschenrechtsrisiken.

Bestandesaufnahme als Grundlage für Fortschritt

Wo stehen die Mitglieder der beiden Plattformen hinsichtlich ihrer Aktivitäten für mehr Nachhaltigkeit? An der Jahresversammlung diskutierten sie die Ergebnisse einer kürzlich durchgeführten Bestandesaufnahme. Dank der hohen Beteiligung an den Mitgliederbefragungen gewannen beide Plattformen wichtige Einblicke in den Stand der Nachhaltigkeitsbemühungen ihrer Mitglieder.

Die Bestandesaufnahme zeigt, dass existenzsichernde Einkommen höchste Priorität haben, ihre Umsetzung jedoch die grösste Herausforderung darstellt. Die Bestandesaufnahme liefert eine wichtige Datengrundlage, um Fortschritte messbar zu machen und Massnahmen voranzutreiben – etwa die stärkere Verankerung von Preismechanismen, die sich an Living-Income-Richtwerten orientieren. Am weitesten fortgeschritten sind die Mitglieder in Bereichen wie der menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfung und dem Schutz vor Entwaldung. Zudem haben die Mitglieder erstmals festgelegt, welches Ambitionsniveau sie bis 2028 erreichen wollen.

Medienmitteilung: Gemeinsame Herausforderungen, gemeinsame Lösungen
Jahresbericht 2025 der Schweizer Plattform für nachhaltigen Kaffee